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Borkenkäfer an Fichten: Befall erkennen und richtig handeln

Trockene Sommer, Stürme und Wärme haben die Fichten in Sachsen stark geschwächt. So erkennen Sie Borkenkäferbefall früh – und so handeln Sie richtig.

Trockene Sommer, Stürme und Wärme haben die Fichten in Sachsen stark geschwächt. Das nutzen Borkenkäfer aus – vor allem der Buchdrucker und der Kupferstecher. Betroffen sind nicht nur Wälder in der Sächsischen Schweiz und im Erzgebirge, sondern auch einzelne Fichten in Dresdner Gärten. Wer früh handelt, verhindert, dass sich die Käfer weiter ausbreiten, und beugt gefährlichen Situationen vor.

Warum Borkenkäfer so gefährlich für Fichten sind

Die Käfer bohren sich durch die Rinde und legen darunter ihre Brutgänge an. Dabei zerstören sie die Leitungsbahnen des Baumes. Eine gesunde Fichte wehrt sich mit Harz – eine durch Trockenheit geschwächte Fichte schafft das nicht mehr. Aus einem befallenen Baum schwärmen in einem Sommer oft mehrere Käfergenerationen aus und befallen die nächsten Bäume.

Borkenkäferbefall erkennen

  • Braunes Bohrmehl an Rindenschuppen, am Stammfuß und in Spinnweben – das früheste und wichtigste Zeichen,
  • Harzfluss an vielen kleinen Stellen am Stamm, oft mit Bohrmehl verklebt,
  • Rindenstücke am Boden, die Spechte bei der Suche nach Larven abgeschlagen haben,
  • viele grüne Nadeln am Boden, obwohl der Baum noch grün aussieht,
  • später: Die Krone färbt sich rotbraun, die Rinde löst sich großflächig.

Wenn die Krone braun ist, sind die Käfer meist schon ausgeflogen. Deshalb lohnt sich der Blick auf Bohrmehl und Harz – am besten von April bis September alle ein bis zwei Wochen.

Was tun bei Borkenkäferbefall?

  1. Befallene Fichten zügig fällen – solange die Käfer noch unter der Rinde sitzen.
  2. Holz schnell abtransportieren oder entrinden, damit die Käfer nicht ausfliegen.
  3. Sturm- und Schneebruch aufarbeiten: Liegendes, frisches Fichtenholz ist ein idealer Brutplatz.
  4. Nachbarn informieren: Borkenkäfer kennen keine Grundstücksgrenzen.
  5. Waldbesitzer: Stimmen Sie sich mit dem zuständigen Revierförster von Sachsenforst ab. Dort erfahren Sie auch, ob es aktuell Fördermöglichkeiten gibt.

Warum abgestorbene Fichten gefährlich sind

Tote Fichten verlieren schnell an Stabilität. Äste und Kronenteile brechen ohne Vorwarnung, bei Sturm kann der ganze Baum umstürzen. Steht eine abgestorbene Fichte nahe am Haus, an der Straße oder am Nachbargrundstück, sollte sie nicht lange stehen bleiben. Weil das Holz spröde ist, fällen wir solche Bäume oft Stück für Stück mit Klettertechnik oder von der Hebebühne. Mehr zur Problembaumfällung.

Brauche ich eine Genehmigung?

  • Im Wald gilt das Waldrecht, nicht die Gehölzschutzsatzung – Absprache mit dem Revierförster.
  • Im Garten in Dresden sind auch Nadelbäume ab 30 cm Stammumfang geschützt. Für eine befallene Fichte brauchen Sie in der Regel eine Genehmigung. Bei akuter Gefahr darf sofort gehandelt werden; die Behörde muss dann informiert werden. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Fällgenehmigung.

Wir helfen – im Garten und im Wald

Ob einzelne Käferfichte am Haus oder ganze Bestände im Wald: Wir fällen befallene Bäume schnell und sicher, transportieren das Holz ab und räumen auf. Die Besichtigung ist kostenlos. Mehr zur Baumfällung in Dresden und im Wald.

Telefon 0351 270464223 · E-Mail info@baumservice-dresden.de · Anfrageformular


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